Tatort Provence. Ein Reiseführer auf den Spuren von Kommissar Luc Vidal

tatortprovence_titel_kleinWo sind sie denn nun wirklich, die Orte, an denen die Haute Provence nicht nur schön, sondern auch schaurig ist, weil Missgunst, Habgier, Mord- und Wollust walten? In diesem Buch stelle ich sie vor. Es ist das »Making-of« der Krimis, weil jeder einzelne dieser Schauplätze durch seine Magie und seine Geheimnisse entscheidend zu den Geschichten beiträgt. Und immer warten diese oft versteckten Perlen der Provence mit einem riesigen Entdeckungspotenzial auf.

Damit meine Leser dieses Potenzial bei ihrem nächsten Urlaub hinreichend ausschöpfen können, gibt es viele weiterführende Infos und Tipps. Die beschriebenen Orte werden nach meinen beiden Kriminalromanen Grün. Le vert de la Provence und Das Bücherhaus getrennt vorgestellt. Den beschriebenen Handlungsorten sind jeweils kurze Zitate aus meinen Kriminalromanen zugeordnet. Weiterlesen

Les Carnets de Montbrun (von Dirk)

Die Handlung meiner Bücher spielt in der Provence. Das ist zum einen meiner Liebe zu dieser Region geschuldet, zum anderen aber dem Umstand, dass Freunde von mir dort ein wunderschönes altes Haus besitzen. Das macht es sehr angenehm für mich, Land und Leute zu beobachten und über das Beobachtete mit eben diesen Freunden – als wahren Kennern der Haute Provence – viele hilfreiche Gespräche führen zu können. So lag es nahe, diese Freunde einzuladen, eine eigene Rubrik in meinem Blog zu füllen. Weiterlesen

Und ewig lockt der Mont Ventoux. Die alte Lust auf Berg

Dirk gewidmet, der mich mit diesem Berg vertraut gemacht hat

Er reckt sich keck fast zweitausend Meter hoch in den provenzalischen Himmel und beansprucht ein Alleinbeachtungsrecht. Und das bekommt der Mont Ventoux auch.

Bei Sonne kontrastiert sein kalkweißes Haupt dramatisch zu dem endlosen van-Gogh-Blau, das sich über die Provence spannt. Bei schlechtem Wetter verschwindet der massige Kegel dunkel und unwirklich in der Wolkenfront. Ganz oben faucht meist ein orkanartiger Wind. Das hat ihm auch seinen ursprünglichen Namen gegeben – Ventosus, der Windige.

Für den Dichter Francesco Petrarca war er der Olymp in der Provence. Seine vermeintliche Besteigung des Berges im Jahr 1336 hat er wortgewaltig beschrieben und sich dabei gehörig selbst inszeniert. Für die Kelten war der Berg Sitz der Windgötter und heute zieht er als Königsetappe der Tour de France Radfahrer aus aller Welt an, die auf den rund dreiundzwanzig Kilometern bis zum Gipfel ihr Ego pflegen. Bei der Tour selbst war wohl oft Epo eine beschleunigende Anstiegshilfe und mit Tom Simpson fand dort 1967 ein erster Fahrer dieser Radrundfahrt durch Amphetamine und Alkohol den Tod. Für Touristen ist „der Gigant der Provence“ schlicht ein Muss. Weiterlesen

Tiefer Abstieg. Die Unterwelt des Vaucluse

Die Karstlandschaft des Vaucluse ist von unzähligen Spalten, Gängen und Höhlen durchzogen. Sie heißen in Frankreich Gouffre oder Aven und mehr als 600 davon zählen Höhlenforscher allein rund um den kleinen Ort Sault. Manche dieser Schachthöhlen sind absolut spektakulär.

In die Tiefe von 746 Meter hinab führt zum Beispiel die Höhle Le Trou Souffleur bei Saint Christol und 667 Meter sind es beim Aven du Caladaïre am Rande von Monsalier. Neben vielen weiteren „Höllenschlunden“ nehmen sie auf einer 1.100 Quadratkilometer großen Fläche das Ablauf- und Sickerwasser des Mont Ventoux, der Montagne de Lure sowie des Plateau de Vaucluse auf und leiten es bis zu den undurchlässigen Schichten in der Unterwelt des Karst. Dort staut sich das gigantische Reservoire des Albion-Flusses, um bei hohem Wasserstand bei Fontaine de Vaucluse als Fluss Sorgue wieder zu entspringen. Weiterlesen

Was für ein Theater! Das Festival in Avignon

Es wird heiß sein. Es wird voll sein. Es wird fantastisch sein. Und das zum siebenundsechzigsten Mal.

Vom 5. bis zum 26. Juli wird Avignon mit über vierzig Aufführungen an rund zwanzig verschiedenen Orten zur größten Theaterbühne Europas mutieren. Wie immer, wird alles anders und spannend sein, werden neue Akzente gesetzt und kreative Höhepunkte des europäischen Theaterschaffens gezeigt. An der Vorbereitung der diesjährigen Theaterfestspiele waren als „artiste associé“ der kongolesische Autor, Schauspieler und Regisseur Dieudonné Niangouna und der französische Regisseur Stanislas Norday beteiligt. Das beeindruckende Programm zeigt die Intention der beiden Theatermacher, die Belange zukünftiger Generationen und junger Menschen in den Fokus zu rücken. Weiterlesen

Wegweisend. Wandertipps für das Département Vaucluse

Es ist der Duft von Thymian, der berauscht. Klein und krautig wächst er nahezu überall, selbst aus Felsspalten, in denen kaum Sandkörner Halt finden, wuchern dichte Sträucher und lassen jede Wanderung durch die Provence zu einem einmaligen Dufterlebnis werden.

An Möglichkeiten, dies selbst zu erfahren, fehlt es nicht. Ein dichtes und in der Regel gut gekennzeichnetes Wegenetz, exzellentes Kartenmaterial und eine Fülle interessanter Wandertipps sind die Grundlage für Touren aller Schwierigkeitsgrade. Richtig alpin wird es dabei zumindest im Département Vaucluse nur selten und mit dem Mont Ventoux erreicht dort auch nur ein Berg knapp die 2.000er-Marke. Der Höhenzug des Plateau de Vaucluse schwankt zwischen rund 800 und 1.100 Metern Höhe. Der Luberon (Montagne du Luberon) erreicht im westlichen Teil (Petit Luberon) rund 700 Meter, im östlichen (Grand Luberon) eine Höhe von rund 1.100 Metern. Der karstige Untergrund des Vaucluse sorgt allerdings recht häufig für schroffe Felsabbrüche, beeindruckende Schluchten und ein insgesamt anspruchsvolles Wanderrevier. Weiterlesen